• 9. März 2019

Relaunch war gestern.

Weiterentwickeln ist das neue Neu machen

Relaunch war gestern.

Relaunch war gestern. 1024 576 Christian

Oft wird bei digitalen Produkten wie Apps, Webseiten oder klassischen Anwenderprogrammen noch sehr analog gedacht. Alle paar Jahre ist das Produkt optisch, technisch und vor allem inhaltlich nicht mehr aktuell genug und wird komplett neu gemacht. Agenturen verkaufen dies gerne als ”Relaunch”, mit dem alles wieder auf den neuesten Stand gebracht wird.

Doch dieses Vorgehen hat einen entscheidenden Nachteil: Der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Allzu große Änderungen empfinden die meisten Anwender als negativ und das nicht ohne Grund. Wenn man sich komplett neu orientieren muss, weil sich gewohnte Abläufe geändert haben, benötigt man mehr Zeit und ist schnell frustriert. Und das trifft nicht nur auf Menschen zu, sondern auch auf Maschinen. Nicht selten leidet auch die Auffindbarkeit einer Internetseite unter einem Relaunch, denn auch Google muss zunächst einmal die Inhalte neu finden und indexieren. Bei strukturellen Änderungen sollte man daher unbedingt Verweise für alte Seiten und Internet-Adressen Verweise anlegen, die Menschen und Maschinen zu den neuen Inhalten führen.

Evolution statt Revolution

Viele Unternehmen gehen inzwischen dazu über, ihre Produkte nicht immer neu zu erfinden, sondern stattdessen kontinuierlich weiterzuentwickeln. Beispiele dafür sind Microsoft und Adobe, die ihre Produkte nicht mehr als neue Version auf den Markt bringen, sondern stattdessen als Abo anbieten. In das Produkt fließen laufend Änderungen und Aktualisierungen ein, ohne dass es große Versionssprünge gibt. Auch Google, Facebook oder Amazon gehen nach diesem Schema vor: Es gibt eigentlich nie einen “Relaunch”, sondern kontinuierlich Updates mit neuen Funktionen oder technischen, inhaltlichen oder auch nur optischen Änderungen. Solche Updates lassen sich zudem mit A/B-Vergleichen evaluieren. Ändert man Inhalte, Technik und Optik in separaten Schritten, kann man die Auswirkungen auf die Nutzung und die Auffindbarkeit besser zuordnen und gegebenenfalls optimieren.

Man muss sich also gar nicht regelmäßig neu erfinden. Um mehr Sichtbarkeit und Relevanz in den Suchmaschinen zu erreichen und zudem auch die Nutzer zufrieden zu stellen ist eine kontinuierliche Pflege und Verbesserung des Angebots oftmals die bessere Wahl. In technischer Hinsicht sollte man ohnehin versuchen, auf dem aktuellen Stand zu sein – nicht nur aus Gründen der Sicherheit.

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